Online-Magazin für Minden und Umgebung

B65/B61: Sichtschutz an der 'Birne' wird regelmäßig entwendet

Minden -

https://www.hallo-minden.de/data-minden/Archiv_Bilder/2026/202604_April/20260421_hallo_minden_straen_nrw_sichtschutz_birne.jpg

Dieser Sichtschutz hat die Situation an der Kreuzung Lübbecker Straße (B65)/B61 entschärft. 

Der Sichtschutz, der in der Zufahrt von der Lübbecker Straße (B65) zur „Birne“ (B61) steht, wurde mehrmals entwendet. Dabei erfüllt er eine wichtige Funktion für die Verkehrssicherheit: An der Kreuzung kam es häufig zu Auffahrunfällen, weshalb der Bereich als Unfallhäufungsstelle eingestuft wurde. Die Polizei ist über die Vorfälle informiert.  

Als wesentliche Ursache für die Auffahrunfälle wurde die „zu gute“ Sicht auf den Verkehr der B61 festgestellt. Das führte dazu, dass die heranfahrenden Verkehrsteilnehmenden auf der Lübbecker Straße ihr Tempo beim Anfahren an die Kreuzung nicht ausreichend reduzierten und ihre Aufmerksamkeit auf den kommenden Verkehr richteten – und dann auf das Auto vor sich fuhren. 

Der Einsatz des Sichtschutzes war zunächst eine versuchsweise Maßnahme, um die Unfallhäufigkeit zu senken – und sie wirkt: Verkehrsteilnehmende nähern sich nun langsam der Einmündung und halten am Fahrbahnrand. Die Unfalllage vor Ort hat sich beruhigt. 

Umso ärgerlicher ist es, dass die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Minden regelmäßig den Sichtschutz erneuern müssen. Derzeit prüft Straßen.NRW, inwieweit ein gleichwertiger Sichtschutz künftig durch Bepflanzung oder bauliche Maßnahmen hergestellt werden kann, um eine dauerhafte Lösung zu erhalten. Seit September 2025 wurde der Sichtschutz etwa 15 Mal entwendet. 

Die Arbeit der Unfallkommission

Die Unfallkommission, deren Einrichtung auf der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-StVO) basiert und deren Aufgaben in einem Erlass des Landes NRW geregelt sind, untersucht regelmäßig Verkehrsunfälle und beschließt Maßnahmen, die zukünftige Unfälle verhindern und dadurch die Verkehrssicherheit erhöhen sollen.

Die Polizei hat das Unfallgeschehen ständig im Blick und berichtet an die Unfallkommission. Unfallhäufungsstellen werden anhand bestimmter Kriterien und Grenzwerte identifiziert. Die Beteiligten der Unfallkommission führen Ortsbesichtigungen durch, um Faktoren zu ermitteln, die Unfälle begünstigen. In gemeinsamen Sitzungen wird beraten, welche Maßnahmen umgesetzt werden können – das können verkehrsregelnde, verkehrslenkende oder straßenbauliche Maßnahmen sein.

Quelle und Foto: Straßen.NRW. Regionalniederlassung OWL

Das ist auch interessant:

Young Emergency Preis geht ans Johannes Wesling Klinikum

Drei Baumaßnahmen am Campus in Häverstädt

Hier wird geblitzt

Aktuelle Verkehrsmeldungen

Anzeige

Eigenanzeige-HaMi-2020-55cent-848x457