Baumaßnahme Viktoriastraße 'im Zeitplan'
Minden -

Für bislang wenig Probleme im fließenden Verkehr als befürchtet sorgt die Baustelle Viktoriastraße in Höhe der Bahnunterführung. Das ist der Eindruck der Städtischen Betriebe Minden (SBM) und auch des Bereiches Verkehr bei der Stadtverwaltung. „Die Verkehrsteilnehmer verhalten sich umsichtig und nehmen aufeinander Rücksicht. Bei uns sind relativ wenig Beschwerden eingegangen“, berichtet Bereichsleiter Gunnar Kelb. Die beschilderte Umleitung werde gut angenommen. Die Maßnahme sei bewusst in die verkehrsarme Zeit der Sommerferien gelegt worden, um größere Staus an dieser Stelle zu vermeiden.
Seit der Einrichtung der Baustelle am 26. Juni ist die Viktoriastraße zwischen Kaiserstraße und Bahnstraße eine Einbahnstraße. Hier kann nur noch der Verkehr aus der Innenstadt und von der Weserbrücke einspurig in Richtung Osten (Dankersen/Meißen/B 482) fließen. Der Gegenverkehr (in Richtung Westen) wird weiträumig umgeleitet. Die Bahnunterführung gilt als „Nadelöhr“ und die Viktoriastraße ist an der Bahnunterführung sonst vierspurig.
Für die Dauer der Baumaßnahme an der Bahnunterführung Viktoriastraße kann der Bahnhofsvorplatz nicht angefahren werden. Alternativ stehen aber jetzt in Höhe der Fußgängerunterführung in der Friedrich-Wilhelm-Straße beim „Hotel Kronprinz“ sieben Kurzeitparkplätze zur Verfügung. „Hier können Bahn-Reisende bequem, sicher und auch relativ nah am Bahnhof abgesetzt oder abgeholt werden“, berichtet Kelb. Dort können Fahrzeuge tagsüber maximal 30 Minuten kostenlos parken. Einzige Voraussetzung ist das Herauslegen der gestellten Parkscheibe. Ein Platz am Hotel ist für Fahrzeuge des Carsharings reserviert. Dieser ist besonders gekennzeichnet.
Darüber hinaus besteht auch am rückwärtigen Eingang/Ausgang des Bahnhofes an der Bahnstraße die Möglichkeit, Reisende abzuholen oder abzusetzen. Der P+R-Parkplatz an der Bahnstraße (kostenfrei - neben dem Baustoffhandel Linnenbecker) kann aus beiden Richtungen - von Osten (Dankersen/Meißen) und auch von Westen (Weserbrücke/Innenstadt) angefahren werden.
Gute Nachrichten hat auch Beigeordneter und Betriebsleiter Peter Wansing (Städtische Betriebe Minden): „Nach aktuellem Stand liegen wir im Zeitplan. Damit der Verkehr am 7. August zum Schulbeginn aber wieder in beide Richtungen rollen kann, müssen auch weiterhin alle Räder ineinander greifen und auch das Wetter muss mitspielen.“ Die Baustelle sei eine echte Herausforderung – sowohl von den baulichen Ansprüchen her als auch in zeitlicher Hinsicht. „Hier muss alles funktionieren, damit wir weiter gut durchkommen“, ergänzt Wansing.
Die Planungen für diese Übergangslösung sind federführend im Bereich Verkehr betrieben worden, die SBM sind für die Umsetzung verantwortlich. Die Übergangslösung soll hauptsächlich mehr Sicherheit für Radfahrende und Fußgänger bringen, so Gunnar Kelb. Denn die Unterführung ist mit ihren schmalen Hochborden ein Unfallschwerpunkt.
Die SBM haben die alte Straßendecke abgefräst und tragen eine neue Decke mit dem eigenen Asphaltfertiger auf. Weiter wird auf der Nordseite ein abgesicherter Fahrradstreifen eingerichtet und dafür eine Fahrspur dauerhaft eingezogen. Die Reduktion auf einen Fahrstreifen erfolgt bereits vor der Ampelanlage im Knotenpunkt Bahnstraße/Am Fort C und wird vor dem Knotenpunkt Viktoriastraße/Pionierstraße auf Wegweisern und Tafeln angekündigt.
Auf der südlichen Nebenanlage (stadtauswärts) sollen nur noch Radfahrer*innen geführt werden, sodass Fußgänger - mit Ziel Bahnhofsvorplatz oder östlich der Bahnstrecke – zukünftig zwangsweise an der Lichtsignalanlage im Knotenpunkt Kaiserstraße auf die Nordseite wechseln müssen. Fußgänger werden in beide Richtungen ausschließlich auf dem Hochbord der Nordseite geführt. Radfahrende aus der Innenstadt mit dem Ziel Bahnhofsvorplatz müssen künftig an der Ampelanlage im Knotenpunkt Kaiserstraße auf die Nordseite wechseln und kommen nur noch durch die Unterführung in Verlängerung der Kaiserstraße zum Bahnhofsvorplatz.
In der Einmündung Viktoriastraße/Bahnhofsvorplatz wird die vorhandene Furt über die Viktoriastraße und auch die Ampel dort entfernt. Es kann dann an der Stelle nicht mehr die Fahrbahn gequert werden. Über die Zufahrt zum Bahnhofsvorplatz wird eine Fußgänger- und eine Radfahrerfurt markiert. Radfahrende haben dann – wie bisher - zusammen mit dem Autoverkehr „rot“ beziehungsweise „grün“. Künftig werde es aber ein eigenes Signal für Fußgänger*innen geben, die die Einfahrt zum Bahnhofsvorplatz queren wollen, so Gunnar Kelb.
Der in Richtung stadteinwärts (Westen) fahrende Radverkehr wird ab Anfang August von der eingezogenen und mit Schraffenbaken abgetrennten Fahrbahn (Radfahrstreifen) vor dem Knotenpunkt Viktoriastraße/Kaiserstraße wieder auf die Nebenanlage (Hochbord der „Bunten Brücke“) übergeleitet.
Quelle: Stadt Minden, Symbolfoto: Archiv
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