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Minden Wolves: Richtungsweisendes Duell

Minden -

Sie sind wieder da! Der eine nach überstandener Blinddarm-Operation, der andere frisch aus den Vereinigten Staaten an der Weser eingetroffen. Die Rede ist von Cory Gardiner und Kenneth Michael Davis, die das Team der Minden Wolves rechtzeitig zum Spitzenspiel Erster gegen Zweiter verstärken werden.

Sie sind wieder da! Der eine nach überstandener Blinddarm-Operation, der andere frisch aus den Vereinigten Staaten an der Weser eingetroffen. Die Rede ist von Cory Gardiner und Kenneth Michael Davis, die das Team der Minden Wolves rechtzeitig zum Spitzenspiel Erster gegen Zweiter verstärken werden. Die noch ungeschlagenen American Footballer der DJK Dom Minden erwarten am Samstag ihren Verfolger, die Recklinghausen Chargers. KickOff ist um 15 Uhr, das Weserstadion öffnet zum Gameday um 13 Uhr.

Mit seinen fast 190 Kilogramm ist Cory Gardiner das Schwergewicht im Wolfsrudel – und eine ganz wichtige Säule in der Offensivline, die ja den Quarterback abschirmen und den Runningbacks die Lücken schaffen soll. Nach dem Heimsieg gegen Meisterschaftsaspirant Lippstadt Eagles klagt Gardiner in der Nacht über Schmerzen, wird ins Klinikum gebracht, wo er wenig später bereits unterm Messer liegt. „Es ist alles glatt gegangen. Was viel schlimmer ist, ist die Tatsache, nur zuschauen zu müssen. Aber jetzt bin ich wieder da und freue mich, dem Team helfen zu können.“

Auch wieder im Lande ist Kenneth Michael Davis. Der US-Amerikaner lief bereits im vergangenen Jahr für die Wolves aus, kehrte nach der Saison aber in seine Heimat zurück. Die enge Freundschaft zum Mindener Headcoach Phil Gamble sorgt jetzt für eine Rückkehr nach Europa. Davis, inzwischen bereits stolze 36 Jahre alt, spielte in jungen Jahren in der NFL für die Greenbay Packers und die Buffalo Bills, bevor es ihn nach Deutschland zog. Dort stellte er u.a. in der GFL1, der 1. Bundesliga, sein Können unter Beweis. Trotz seines Alters ist Davis immer noch eine echte Verstärkung. „Ich bin froh, dass Mike wieder bei uns ist. Seine Erfahrung wird uns sicherlich zugutekommen“, ist sich Gamble sicher, der seinen Landsmann auch gleich in den Trainerstab der Wolves aufnimmt.

Gardiner und Davis sollen am Samstag dazu beitragen, dass die Wölfe weiter auf Kurs bleiben. Noch ist der Aufsteiger ungeschlagen. Nicht nur in dieser Saison, sondern seitdem das Team zu Spielen antritt. Doch damit nicht genug. Die Defense ist aktuell das Prunkstück der DJK-Footballer, ließ inklusive des Saison-Openers in vier Spielen hintereinander nicht einen einzigen gegnerischen Punkt zu. Der Score von 131:0 mutet an, als hätte das Wolfsrudel keine Konkurrenz.

Doch so weit geht Sportdirektor Volker Krusche nicht. „Hochmut kommt vor dem Fall! Wir schwimmen aktuell sicherlich auf einer Erfolgswelle. Aber wir haben auch noch zwei Drittel der Saison vor uns. Da gilt es weiter mit der richtigen Einstellung und dem Respekt vor dem Gegner ins Spiel zu gehen.“ Und Coach Gamble ergänzt: „Ja, wir haben eine sehr gute Ausgangsposition. Die können wir uns eigentlich nur selbst kaputt machen. Bringen wir aber unsere Leistung, wird es jeder Gegner schwer haben, uns zu schlagen. Wir müssen also nur auf uns schauen!“

Die Chargers konnten ihre ersten drei Saisonspiele für sich entscheiden, mussten sich zuletzt aber in Lippstadt deutlich mit 0:20 geschlagen geben. Phil Gamble und ein Teil seiner Mannschaft waren Zeuge der Partie, nahmen den nächsten Gegner in Augenschein. Viel Angsteinflößendes haben sie dabei nicht gesehen. „Aber jedes Spiel läuft anders. Es gibt keinen Grund, überheblich zu werden“, so Gamble, der im Spitzenspiel im eigenen Stadion auf viele, viele Zuschauer hofft. „Wir brauchen unsere Fans im Rücken. Für sie wollen wir unbedingt den vierten Sieg einfahren!“

Sollte das gelingen, dürfte man die eigenen Ziele, am Ende mindestens ein positives Punktekonto zu erreichen, wahrscheinlich nach oben korrigieren. Doch zunächst muss das Spitzenspiel erst mal gespielt und vor allen Dingen gewonnen werden.

Quelle und Foto: Minden Wolves

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