'Riga, Auschwitz, Porta Westfalica': Gemeinsames Gedenken
Porta Westfalica -

Am 27. Januar 2026 lädt die KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica um 19 Uhr zu der Gedenkveranstaltung „Riga, Auschwitz, Porta Westfalica“ ins Bürgerhaus Porta Westfalica, Am Park 1, 32457 Porta Westfalica, mit anschließendem Besuch des Mahnmals für die Opfer der KZ-Außenlager an der Porta Westfalica am Michelsohn-Platz in Hausberge ein. Der Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz ist seit 1996 der bundesweite Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.
„Es freut uns sehr, dass wir die Gedenkveranstaltung 2026 gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern gestalten können. Ihr Engagement ist im Hinblick auf die zukünftigen Herausforderungen an die Erinnerungskultur besonders wichtig “, so Bernd Hedtmann, der Vorsitzende der KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica. In diesem Jahr berichten Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule und des Städt. Gymnasiums Porta Westfalica in einer Lesung von Ausgrenzung, Verfolgung und Überleben an der Porta Westfalica während des Nationalsozialismus. Im Fokus stehen die Lebensgeschichten von Otto Windmüller, Gita Mann, Kitty Hart-Moxon, Hilde Isaak und Wieslaw Kielar.
Otto Windmüller, 1905 als Sohn einer jüdischen Familie in Hausberge geboren, überlebte das Getto in Riga und die Konzentrationslager Riga-Kaiserwald und Stutthof. Seine Familie wurde dort und in Auschwitz von den Nationalsozialisten ermordet. Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule lesen aus einem Bericht, den er 1952, nach seiner Rückkehr nach Hausberge, verfasst hat. Gita Mann, Kitty Hart-Moxon und Hilde Isaak wurden aus ihren Heimatorten nach Auschwitz deportiert und überlebten alle im Frühjahr 1945 das KZ-Außenlager in Hausberge und die anschließenden Räumungstransporte. Wieslaw Kielar war einer der ersten polnischen Häftlinge in Auschwitz. Auch er wurde im Winter 1944/1945 in einem Außenlager an der Porta Westfalica gefangen gehalten und zur Schwerstarbeit in den Stollenanlagen gezwungen. In Auszügen schildern die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums die Erlebnisse der vier Überlebenden während der Verfolgung , der Deportation und in den Lagern.
Im Anschluss an die etwa 90-minütige Lesung sind alle Interessierten herzlich eingeladen, am Mahnmal in Hausberge auf dem Michelsohn-Platz den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken und gemeinsam Blumen niederzulegen.
Für die Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten der Gedenkstättenarbeit werden gerne entgegengenommen.
Quelle und Foto: KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V.
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