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Spezialistin für seltene Tumoren erhält GLORINET-Preis

Minden -

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PD Dr. Nehara Begum ist Sektionsleiterin Neuroendokrine Neoplasien am Universitätsklinikum Minden. Foto: Sven Olaf Stange/MKK

Die renommierte Mindener Medizinerin Privatdozentin Dr. Nehara Begum ist mit dem GLORINET-Preis 2025 ausgezeichnet worden. Mit dem Preis werden jedes Jahr Persönlichkeiten geehrt, die durch Forschung, klinische Innovation und interdisziplinäre Zusammenarbeit Maßstäbe in der Erforschung der Neuroendokrinen Neoplasien setzen.

„Diese Auszeichnung ist eine große Ehre – nicht nur für mich, sondern für unser gesamtes Team. Neuroendokrine Tumoren sind komplexe Erkrankungen, die eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachdisziplinen erfordern. Nur in spezialisierten Zentren können wir unseren Patientinnen und Patienten eine individuell abgestimmte, moderne Behandlung anbieten“, erläutert Privatdozentin Dr. Nehara Begum. 
In ihrer Laudatio nennt Dr. Irmgard Baßler, Vorsitzende des Netzwerks Neuroendokrine Tumoren e.V, die große Patientenorientierung als ein Grund für die Auszeichnung: „Alle Patienten loben Frau Dr. Begums großen Einsatz, die kompetente menschliche Betreuung, die geduldigen verständlichen Erklärungen in der NeT-Sprechstunde und natürlich ihr großes chirurgisches Können auch bei schwierigen Eingriffen.“

Privatdozentin Dr. Nehara Begum ist Sektionsleiterin Neuroendokrine Neoplasien am Universitätsklinikum Minden. Gemeinsam mit Professor Dr. Berthold Gerdes hat sie das Zentrum für Neuroendokrine Neoplasien am Universitätsklinikum Minden gegründet. Das Zentrum wurde im Frühjahr 2025 von der international führenden Fachgesellschaft „European Neuroendocrine Tumor Society“ (ENETS) als spezialisiertes Behandlungszentrum zertifiziert. Als überregionale Anlaufstelle ermöglicht es die optimale Versorgung von Patientinnen und Patienten, die an dieser seltenen Krebserkrankung leiden.

Deutschlandweit gibt es derzeit 15 solcher Behandlungszentren, wie beispielsweise die Charité und einzelne andere Universitätskliniken, die von der ENETS als Europäisches Exzellenzzentrum ausgezeichnet worden sind. Im Zentrum für Neuroendokrine Tumoren arbeiten alle an Diagnostik und Therapie beteiligten Spezialistinnen und Spezialisten der verschiedenen Fachbereiche wie zum Beispiel der Endokrinologie, Chirurgie, Gastroenterologie, Nuklearmedizin, Onkologie, Radiologie und Pathologie eng zusammen. „Wir erstellen gemeinsam für jeden Patienten einen individuellen Therapieplan“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Nehara Begum.

Neuroendokrine Tumoren sind selten: Ungefähr zwei bis vier von 100.000 Menschen in Deutschland erkranken an neuroendokrinen Tumoren, typischerweise im Alter von über 50 Jahren. Neuroendokrine Tumoren entstehen aus hormonproduzierenden Zellen des endokrinen Systems, die sich in verschiedenen Organen – insbesondere im Magen-Darm-Trakt, in der Bauchspeicheldrüse oder in der Lunge – befinden. Da sie langsam wachsen und oft unspezifische Symptome verursachen, werden sie häufig erst spät entdeckt. Eine präzise Diagnostik und spezialisierte Betreuung sind deshalb entscheidend für die Prognose und Lebensqualität der Betroffenen.

Der GLORINET-Preis wird jährlich durch das Netzwerk Neuroendokrine Tumoren (NeT), einer Patientenorganisation, verliehen. 2011 wurde die Auszeichnung erstmals vergeben.

Quelle: MKK

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