Straßen.NRW informiert über Sanierung des Weserauentunnels
Minden | Porta Westfalica -
Am Mittwoch, 29. April 2026, hat Straßen.NRW die Vertreter der lokalen Verwaltung über die anstehende Sanierung des Weserauentunnels informiert. In der bewusst ergebnisoffenen Diskussion wurden neben einer kurzen Vorstellung des Weserauentunnels mögliche Verkehrskonzepte während der Sanierungsmaßnahme thematisiert.
Der ca. 1.700 m lange Weserauentunnel im Zuge der B61 ist Teil der Hauptverbindungsachse zwischen Ostwestfalen-Lippe und Bremen. Mit einer durchschnittlichen Verkehrsstärke von ca. 28.500 KFZ/24h (DTV im Jahr 2024) gilt der Weserauentunnel als wichtige Instanz der hiesigen Infrastruktur. Diese Bedeutung wurde den Menschen in der Region in der jüngsten Vergangenheit nicht zuletzt durch öfter auftretende und auch länger andauernde Sperrungen bewusst – zumeist bedingt durch die abgängige Tunneltechnik. Auch baulich tritt ein beginnender Verschleiß auf, so wurden bei einer kürzlichen Bauwerksprüfung Schäden an den Brückenkappen („Schrammborde“) festgestellt.
Vollsanierung der Technikanlagenwerke und bauliche Teilsanierung
In enger Zusammenarbeit der Landesverkehrszentrale NRW (LVZ) und der Regionalniederlassung OWL (RNL OWL) lässt Straßen.NRW sämtliche Technikanlagengewerke wie Brandschutz, Notrufeinrichtungen, Beleuchtung und Belüftung auf den aktuellsten Stand bringen. Zeitgleich werden baulich zwingende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Damit kommt Straßen.NRW auch dem in Bevölkerung und Politik immer größer werdenden Wunsch nach Handlung nach. Mit dem Ziel, einen deutlich weniger anfälligen Tunnelbetrieb zu realisieren, werden jedoch erst einmal Einschränkungen verbunden sein: Teils lang andauernde Sperrungen, Umleitungsstrecken, Baugeschehen vor Ort.
Frühe Informationsrunde auf Arbeitsebene
Ebendiese Einschränkungen sind im heutigen Treffen diskutiert worden: In Sinne hoher Transparenz haben die LVZ und die RNL OWL schon zu einem sehr frühen Planungszeitraum Vertreter*innen der Kommunal- und Kreisverwaltung eingeladen. Es sind insbesondere verschiedene Sperrszenarien und Umleitungsstrecken beleuchtet worden. Hier stand nicht der reine Informationsfluss für die Verkehrsplanung vor Ort im Vordergrund, sondern das Sammeln und die potentielle Berücksichtigung der vielfältigen lokalen Belange.
Effizientes Treffen mit positiver Grundstimmung
Die Sperrszenarien wurden konstruktiv besprochen und gewichtet. Grundsätzlich konnte hier ein gemeinsamer Konsens zwischen den Beteiligten hergestellt werden, sodass die auf dieser Ebene geschärften Verkehrskonzepte in einem nächsten Schritt mit allen Behörden und Vertretern öffentlicher Belange – neben den Betreibenden des öffentlichen Nahverkehrs gehören hierzu insbesondere die Rettungsdienste und die Feuerwehr – besprochen und erst dann finalisiert werden.
Sanierungsplanung und vorbereitende Maßnahmen am 4. und 5. Mai
Derzeit erarbeitet ein externes Ingenieurbüro die Planungsunterlagen für die umfangreiche Sanierung des Weserauentunnels. Teil einer Sanierungsplanung sind üblicherweise Untersuchungen der Boden- und Materialbeschaffenheit. Am Weserauentunnel werden daher am Montag, 4. Mai, und Dienstag, 5. Mai, sogenannte Bohrkerne gezogen. Dafür wird in Fahrtrichtung Bad Oeynhausen an beiden Tagen von jeweils 9 bis voraussichtlich 13 Uhr eine Fahrspur eingezogen.
Sanierungsbeginn und weitere Informationen
Die Fertigstellung der Ausschreibungsplanung wird für 2027 erwartet. Aufgrund vorgelagerter Maßnahmen auf möglichen Umleitungsstrecken beginnt die Tunnelsanierung jedoch nicht vor 2028.
Sobald ein offizieller Zeitplan steht, wird Straßen.NRW darüber informieren. Aktuelle Entwicklungen können auf der neu eingerichteten Projektseite (https://www.strassen.nrw.de/de/b61-sanierung-des-weserauentunnels-projektueberblick.html) eingesehen werden.
Quelle: Straßen NRW, Foto: Hallo Minden
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