Wenn Bausteine Physik erklären
Minden-Lübbecke -

Wie hoch kann ein Turm werden, bevor er kippt? Und wie baut man ein Labyrinth? Diesen Fragen gingen Grundschülerinnen und Grundschüler der Grundschule Nordhemmern beim jüngsten Workshop der MINT-Kooperationstage auf den Grund – und das ganz buchstäblich mit den eigenen Händen.
Das Workshopteam Stükerjürgen aus Rietberg verwandelte den Unterricht in Nordhemmern kürzlich mit überdimensionalen Jumbo-Bausteinen in ein echtes Forscherlabor. Die Kinder erkundeten spielerisch grundlegende Gesetzmäßigkeiten der Statik und Schwerkraft: Sie bauten Türme, beobachteten, wann und warum diese kippten. Nebenbei schulten die Kinder Feinmotorik und Konzentration und erlebten, dass Naturwissenschaft keine abstrakte Angelegenheit, sondern direkt begreifbar ist.
Die MINT-Kooperationstage werden in diesem Jahr bereits zum vierten Mal durchgeführt. Das Projekt wird vom Bildungsbüro des Kreises Minden-Lübbecke koordiniert und verfolgt das Ziel, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik an Grundschulen lebendig und erfahrbar zu machen. Im gesamten Projektzeitraum finden an sechs Tagen Workshops an verschiedenen Schulen im Kreisgebiet statt. Ermöglicht wird das Engagement durch die finanzielle Förderung der Osthushenrich-Stiftung aus Gütersloh, die sich für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe einsetzt.
MINT-Bildung in der Grundschule gewinnt bundesweit an Bedeutung: Frühe Begegnung mit naturwissenschaftlichem Denken stärkt nicht nur spätere Schullaufbahnen, sondern fördert auch Problemlösekompetenz, Kreativität und kritisches Denken – Fähigkeiten, die Kinder in einer zunehmend technologisch geprägten Welt brauchen.
Das Bildungsbüro des Kreises Minden-Lübbecke koordiniert regionale Bildungsprojekte und vernetzt Schulen, außerschulische Partner und Förderer im Kreisgebiet. Die MINT-Kooperationstage sind ein Beispiel dafür, wie durch gezielte Kooperation Bildungsqualität gestärkt und Chancengerechtigkeit gefördert werden kann.


