'Wir hatten das Potenzial für die 2. Bundesliga!'
Minden -

Zum letzten Mal kämpfen René Lange und seine Mitspieler in dieser Saison in einem GFL2-Heimspiel um Punkte. Diesmal aber in pink. Foto: Hendric-Noah Pieper
Welch eine aufwühlende Woche für die Minden Wolves. Erst wartete man vergeblich auf Schützenhilfe der Elmshorn Fighting Pirates, für die die Saison vor dem Gastspiel in Leipzig schon gelaufen war und die nur mit schmalem Kader antraten und unter die Räder kamen. Dadurch war der Abstieg des Aufsteigers schon vor dem letzten Heimspiel des Wolfsrudels besiegelt. Dann sorgte ein Podcast für jede Menge Aufregung, die seitens der Verantwortlichen in einem zwar erst nach der Saison geplanten, nun aber vorgezogenen Gespräch mit Headcoach Phil Gamble gipfelten, nach dem beide Seiten in der neuen Saison getrennte Wege gehen würden.
Doch ungeachtet dessen gilt der Blick nach vorn. Und das schon im traditionellen „Pink Ribbon Game“, bei dem die Wolves mit ihrem Partner, der BKK Melitta hmr, am Samstag gegen eben die Leipzig Lions in pink spielend nicht nur den zweiten Saisonsieg anpeilen, sondern auch den Kampf gegen den Brustkrebs unterstützen. Kickoff ist um 15 Uhr. Geplant sind viele Aktionen. Ein Besuch lohnt sich also.
„Wir haben in diesem Jahr eindeutig Lehrgeld gezahlt“, sagt Wolves-Vorstand und -Pressesprecher Volker Krusche, der im Abstieg aber auch eine besondere Chance sieht. „Wir werden mit Sicherheit stärker zurückkommen. Das, was wir in diesem einen Jahr in der Bundesliga gelernt haben, wird uns auf unserem künftigen Weg massiv helfen.“
Krusche betonte zugleich noch einmal, „dass wir vom Potenzial her sicherlich nicht die schwächste Mannschaft der 2. Liga waren. Wer aber zu spät seine Möglichkeiten auf das Feld bringt, der darf sich nicht beschweren, wenn andere Teams das für sich zu nutzen verstehen.“ In den Wochen vor dem Heimspiel gegen die sich für die Playoffs zum GFL2-Bowl qualifizierten Rostock Griffins sei eine Weiterentwicklung durch die kurzfristige Verpflichtung von Zachary Cavanaugh als Offensive-Coordinator bereits deutlich zu spüren gewesen.
Aber gegen die Greifen von der Ostsee, in dem der 40-jährige „Jungbrunnen“ Cavanaugh als „Zack-Attec“ auch wieder im Trikot der Wolves auflief und überragend Regie führte, zeigte das Wolfsrudel deutlich auf, zu was man eigentlich zu leisten imstande gewesen wäre. Rostock hatte bis dahin lediglich einmal gegen die überragenden Krefeld Ravens verloren. Minden verpasste dem letztjährigen Vizemeister die zweite Niederlage.
Durch eine überragende Stimmung wurde die Mannen von Phil Gamble nach vorn gepeitscht und durften am Ende gemeinsam mit den Fans erstmals in dieser Saison jubeln. „Dem soll jetzt ein zweiter Sieg folgen“, so Volker Krusche. „Und das gemeinsam mit den Fans, die damit nicht nur uns den Rücken stärken werden, sondern vor allen Dingen auch unsere Aktion des Kampfes gegen den Brustkrebs unterstützen.“
Die gute Laune hat die Wolves trotz des Abstiegs nicht verlassen, so dass man immer für einen Spaß gut ist. Krusche: „Wann sieht man die kräftigen Männer schon mal in pink auflaufen…“ Zuschauer sind jedenfalls herzlich willkommen. „Und sie werden ihr Kommen nicht bereuen.“
Quelle: Minden Wolves
Das ist auch interessant:
Kreis beschränkt Wasserentnahmen per Allgemeinverfügung
7,7 Millionen Euro für den Mühlenkreis
Anzeige



