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Kunsthandwerkermarkt 'Tausendschön' abgesagt

Minden -

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Die Vielfalt des Kunsthandwerks steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Tausendschön“, die in diesem Jahr im Domschatz Minden stattfindet. Fotos: privat


Achtung Update: Der Markt fällt doch aus!

Der Kunsthandwerkermarkt „Tausendschön“ findet in diesem Jahr an einem neuen Ort statt. Die Mindener Künstlerin Theresia Störtländer-Nerge veranstaltet den Kunstmarkt am Wochenende 24. und 25. Oktober gemeinsam mit dem Dombau-Verein Minden (DVM) im Domschatz Minden und im Haus am Dom am Kleinen Domhof. Und präsentiert dabei rund ein Dutzend neue Aussteller. Tickets sind ab sofort ausschließlich im Vorverkauf im Domschatz Minden, im Geschäft von Anke Gaurig, Schlossplatz 6 (Am Schlosstor) in Bückeburg und als verbindliche Reservierung online erhältlich.

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Theresia Störtländer-Nerge freut sich, trotz der Corona-Pandemie die Kunsthandwerker-Ausstellung „Tausendschön“ gemeinsam mit dem Dombau-Verein Minden veranstalten zu können. An einem neuen Ort: im Domschatz Minden. Foto: DVM

Die vergangenen Monate waren für Theresia Störtländer-Nerge eine große Herausforderung. 15 Jahre lang fand der beliebte Kunsthandwerkermarkt im LWL-Preußenmuseum in Minden statt. Doch die Räumlichkeiten stehen wegen der Neugestaltung der Dauerausstellung des Museums nicht mehr zur Verfügung. Grund für die 74-jährige Künstlerin, sich auf die Suche nach einem neuen Ort zu machen. Zunächst ohne Erfolg. Dann kam Corona und die Folgen der Pandemie drohten "Tausendschön" endgültig platzen zu lassen.

Bis sie mit dem Vorsitzenden des Dombau-Vereins Minden, Hans-Jürgen Amtage, sprach. Der bot an: „Was hältst Du davon, wenn Tausendschön in den Domschatz und das Haus am Dom einzieht?“ Die positive Antwort folgte auf dem Fuße, die Planungen wurden umgestrickt, nachdem auch der Kirchenvorstand der Domgemeinde sich für die Idee begeisterte und der Förderverein DVM als Betreiber des Domschatzes mit in die Organisation einstieg.

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Während sich Störtländer-Nerge um die Ausstellungsplanung kümmerte und Kontakt zur Ordnungsbehörde der Stadt Minden aufnahm, schrieb Hans-Jürgen Amtage vor dem Hintergrund der Auflagen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie das umfangreiche Hygienekonzept für "Tausendschön". Er stimmte dieses mit Unterstützung des Gesundheitsamtes des Kreises Minden-Lübbecke ab und erhielt grünes Licht. Und auch das Ordnungsamt gab sich aufgeschlossen.

„Damit kann der Kunsthandwerkermarkt Tausendschön am Samstag, 24. Oktober, und Sonntag, 25. Oktober, mit rund 40 Ausstellern am neuen Ort im Domschatz Minden am Kleinen Domhof 24 unter Berücksichtigung der Auflagen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stattfinden“, freut sich Theresia Störtländer-Nerge. Und auch bei den Ausstellern stieß sie auf eine äußerst positive Resonanz. „Die freuen sich, dass es für sie in diesem Jahr doch noch die Möglichkeit gibt, ihre Werke und Waren zu präsentierten“, so die Künstlerin, die auch wieder selbst als Ausstellerin dabei ist.

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Doch es gab auch Absagen. „Viele Ausstellerinnen und Aussteller, mit denen ich jahrelang zusammengearbeitet habe, konnten aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie nicht mehr weiter machen und gaben auf“, bedauert Störtländer-Nerge. Um so mehr freut es sie, dass rund ein Dutzend neue Aussteller bei dieser besonderen Tausendschön-Ausstellung dabei sind und unter anderem sogar aus Braunschweig und Kassel anreisen.

Tausendschön in Zeiten von Corona möglich zu machen, bedeutet einige Veränderungen mit Blick auf die Abwicklung der Ausstellung, betont DVM-Vorsitzender und Mitorganisator Hans-Jürgen Amtage. So ist die Ausstellung an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet, aber in Zeitfenster aufgeteilt. „Nur so können wir die genehmigten Besucherzahlen steuern“, sagt Amtage.

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An beiden Ausstellungstagen gibt es vier Zeitfenster (10-12 Uhr, 12-14 Uhr, 14-16 Uhr und 16-18 Uhr). Während dieser Zeiten ist zudem der Aufenthalt in der Tausendschön-Cafeteria im Haus am Dom möglich. Im gesamten Ausstellungsbereich besteht die Pflicht, eine Mund-Nase-Maske zu tragen. Die personalisierten Zeitfenster-Tickets sind im Vorverkauf zum Preis von 4 Euro im Domschatz Minden am Kleinen Domhof (dienstags bis sonntags, 10.00 bis 12.30 und 14.00 bis 16.30 Uhr) sowie im Geschäft von Anke Gaurig, Schlossplatz 6 (Am Schlosstor) in Bückeburg erhältlich. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Eintrittskarten verbindlich online unter www.domschatz-minden.de/tausendschoen-ticket und www.keramik-poesie.de/tickets-tausendschoen zu reservieren.

„Die Aussteller und ich freuen uns riesig“, zeigt sich Theresia Störtländer-Nerge auch über diesen besonderen Ausstellungsort glücklich. Und Hans-Jürgen Amtage sieht in der Möglichkeit, "Tausendschön" mit Unterstützung des Dombau-Vereins durchführen zu können, eine große Chance, dass die Künstlerinnen und Künstler wieder auf die Beine kommen: „So hoffen wir auf einen großen Publikumszuspruch, wobei beachtet werden muss, dass täglich für die Zeitfenster nur viermal 100 Eintrittskarten zur Verfügung stehen.“

(Text: DVM)

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