Mehr Schutz gegen Multiresistente Erreger
Minden-Lübbecke -

Hygiene und Infektionsschutz haben einen besonderen Stellenwert, das wissen die Bürgerinnen und Bürger spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie. Das Kreisgesundheitsamt hat sich in Zusammenarbeit mit dem regionalen Netzwerk zur Prävention multiresistenter Erreger (MRE) in Ostwestfalen-Lippe zur Aufgabe gemacht, gezielte Hygienemaßnahmen für mehr Schutz gegen ansteckende Krankheiten in den Rehakliniken zu unternehmen. Ziel ist, die Weiterverbreitung multiresistenter Erreger konsequent einzuschränken. Um die Anstrengungen der Kliniken bezüglich der Verhinderung der Verbreitung von multiresistenten Erregern sichtbar zu machen, wurden Qualitätssiegel entwickelt, die in Kooperation mit dem Landeszentrum vergeben worden sind.
Das MRE-Qualitätssiegel für Krankenhäuser hat sich gut etabliert und viele Kliniken in OWL - aber auch landesweit - haben die Anforderungen für die Siegelverleihung erfüllt. Eine Besonderheit ist aber, dass hier im Kreis Minden Lübbecke auch 6 Rehabilitationskliniken das MRE-Qualitätssiegel erlangt haben.
Nach einer umfassenden Überarbeitung des MRE-Qualitätssiegels NRW gab es für Rehabilitationskliniken keine Möglichkeit mehr, das landesweite Qualitätssiegel für Akutkrankenhäuser zu erwerben.
Um diesen Kliniken eine Fortsetzung des Siegelprozesses anbieten zu können, entschloss sich das Gesundheitsamt Minden-Lübbecke an dem Projekt Qualitätssiegel für Rehakliniken des MRE-Netzwerkes OWL teilzunehmen, das in Kooperation verschiedener Netzwerke entwickelt worden ist.
Jetzt überreichte Landrat Dr. Ralf Niermann gemeinsam mit der Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Dr. Elke Lustfeld und der Projektleiterin für das MRE-Qualitätssiegel Dr. Indra Schubert die Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel an die Vertreterinnen und Vertreter der Rehabilitationskliniken und dankte ihnen für den herausragenden Einsatz für die Patientinnen und Patienten.
Sechs Rehabilitationskliniken aus dem Mühlenkreis haben sich der Qualitätsprüfung gestellt und sind dafür ausgezeichnet worden:
- Johanniter Ordenshäuser
- Klinik am Rosengarten und Gollwitzer-Meier-Klinik Bad Oeynhausen
- Klinik am Osterbach
- Klinik Bad Oexen
- Klinik Porta Westfalica
Nach einer erfolgreichen Qualitätsprüfung erhalten die Kliniken ein Qualitätssiegel des MRE-Netzwerkes OWL, das nach außen sichtbar zeigt, dass sich die Klinik im besonderen Maße für Hygiene und Infektionsschutz einsetzt. „Hervorheben möchte ich hierbei die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hygiene-Abteilungen der Reha-Kliniken, die Hygienebeauftragten Ärzte und Hygienebeauftragten in der Pflege, die mit viel Engagement nicht nur die Umsetzung der hygienischen Anforderungen begleitet haben, sondern dieses auch für den Prozess der Siegelerlangung dokumentieren mussten. Dass die Reha-Kliniken in diesem Bereich besonders gut aufgestellt sind, wird mit dem Reha-Siegel besonders gewürdigt“, so Dr. Niermann.
Die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Elke Lustfeld, ergänzte: „Die Kliniken sind gut aufgestellt, sie arbeiten professionell und sehr verantwortungsvoll. Reha-Kliniken, die sich gegen multiresistente Keime rüsten, sind mit ihrer Struktur auch für andere Infektionskrankheiten wie aktuell Covid-19 besser vorbereitet. Unsere Zusammenarbeit funktioniert sehr gut.“
Das Qualitätssiegel gilt für die nächsten drei Jahre. Danach müssen sich die Klinken erneut der Qualitätsüberprüfung stellen.
Um eine größere Objektivität zu erreichen, wurde die Auditierung der Kliniken nicht durch das zuständige Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke vorgenommen, sondern in Kooperation durch das Kreisgesundheitsamt in Herford.
(Text: Kreis Minden-Lübbecke)
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