Offizieller Dank für Projekt 'Rettungspunkte'
Bad Oeynhausen -

Es sind hunderte Stunden ehrenamtlicher Arbeit, die Sieghard Driftmann und Klaus Steude vom Seniorenbeirat in das Projekt Rettungspunkte investiert haben. Von der ersten Idee im Frühjahr 2018 bis heute haben sie Karten studiert, Bänke gesucht, Entwürfe für die Emaille-Schilder angefertigt und schließlich zum Schraubenzieher gegriffen und rund 650 dieser lebensrettenden Hinweise an Bänken im gesamten Stadtgebiet montiert.
„Wir hatten damals im März 2018 durch ein ähnliches Projekt in Espelkamp von den Rettungspunkten erfahren“, blickt Driftmann sichtlich zufrieden zweieinhalb Jahre zurück. „Bis wir dann tatsächlich die Schilder anbringen konnten, gab es aber noch eine Menge Arbeit“, fügt Klaus Steude hinzu. Zwar gebe es Karten von Bänken, aber längst seien nicht alle darauf auch vermerkt. „Oft standen wir am richtigen Standort und mussten erst mal genau hinschauen und teilweise Nachbarn fragen, um tatsächlich eine von Gras überwucherte Bank zu finden“, beschreibt Steude die teils mühsame Arbeit.

Bürgermeister Achim Wilmsmeier hat die beiden Beiratsmitglieder gemeinsam mit der Vorsitzenden Jutta Krüger zu einem kleinen Dankeschön-Treffen ins Rathaus eingeladen. Geplant und fest terminiert war das schon für März, musste damals allerdings wegen Corona erstmal abgesagt werden. „Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, sagte der Bürgermeister bei dem Treffen im kleinen Sitzungssaal des Rathauses. Wilmsmeier würdigte die akribische Arbeit von Klaus Steude und Sieghard Driftmann, die mit ihrem ehrenamtlichen Wirken etwas Bleibendes geschaffen hätten: „Diese Rettungspunkte können helfen, Leben zu retten. Bei einem Notfall auf der Bank oder in der Nähe können Ersthelfer anhand der Angaben auf der Bank ganz gezielt Hilfe herbeirufen. Dass das jetzt möglich ist, ist Ihr Verdienst.“ Eine Übersicht aller Rettungspunkte haben Steude und Driftmann auch an die Kreisleitstelle in Minden übergeben, so dass bei Notrufen mit den Rettungspunkten die Hilfe schnell ans Ziel kommen kann.
Die beiden lobten vor allem auch die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken, die die Schilder bezahlt haben und mit dem Kartenmaterial zu den vorhandenen Bänken unterstützt haben. „Weitere Hilfe hatten wir von Christof Neudecker von der IT der Stadt Bad Oeynhausen, der uns geholfen hat, anhand der GPS-Daten unserer Smartphones eine Übersichtskarte der Rettungspunkte zu erstellen“, sagt Sieghard Driftmann, der gleichzeitig darauf hinweist, dass nur fest montierte Bänke einen Rettungspunkt bekommen haben. Bei mobilen Bänken sei ein an Koordinaten gebundener Rettungspunkt wenig hilfreich.
Als Dankeschön für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz bekamen Sieghard Driftmann, Klaus Steude und auch Jutta Krüger eine gerahmte Übersichtskarte mit den Rettungspunkten geschenkt. „Da sind jetzt nur die bisher montierten Punkte drauf und nicht die, die Sie noch anbringen“, sagte Bürgermeister Achim Wilmsmeier bei der Übergabe. Die würden aber auf jeden Fall auf dem Kartenwerk in der Kreisleitstelle aktualisiert. Da seien sie wichtiger, um im Falle eines Falles Leben zu retten.
(Text und Fotos: Stadt Bad Oeynhausen)
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